Gesunde Darmflora: Babys müssen diese erst aufbauen.

Im menschlichen Darm leben unzählig viele Mikroorganismen, zusammen bilden sie die Darmflora.
Babys kommen jedoch mit einem nahezu sterilen Darm auf die Welt. Die ersten Bakterien, die sich in diesem ansiedeln, stammen aus dem Geburtskanal und/oder von der Haut der Mutter.1 Auch über die Muttermilch nimmt ein Säugling Bakterien auf, die ihm beim Aufbau einer gesunden Darmflora helfen – insbesondere milchsäureproduzierende Bakterien.2 Neuere Studien deuten darauf hin, dass die Darmflora am Entstehen von Dreimonatskoliken beteiligt ist. Bei Schreikindern wurden mehr gasbildende und weniger milchsäureproduziernde Bakterien gefunden als bei Nicht-Schreikindern.3

Schritt für Schritt siedeln sich weitere Bakterienstämme im Darm eines Kindes an. Welche es sind, hängt davon ab, mit welchen es in Kontakt kommt. So wird die Darmflora mit der Zeit immer vielfältiger und individueller. Ein Prozess, der sich bis ins hohe Lebensalter des noch kleinen Erdenbürgers fortsetzen wird.4

Je gesünder sich die Darmflora von klein auf entwickelt, desto früher und besser kann sie ihre lebensnotwendigen Funktionen ausüben. Hierzu gehören unter anderem die Abwehr von krankmachenden Darmkeimen und die Verdauung bestimmter Nahrungsbestandteile.2 Gründe genug, die Darmflora eines Babys bei ihrem Aufbau zu unterstützen und somit die Darmbalance zu fördern.

 

 

  1. Jochum, F.: Ernährungsmedizin Pädiatrie, 2013: 467–468.
  2. Zwiauer, K.: Muttermilch – eine natürliche Quelle von Pre- und Probiotika zur Stimulation der kindlichen Darmflora. Springer Verlag, 2010.
  3. Deutsches Ärzteblatt: Darmbakterien erklären „Dreimonatskoliken“ bei Säuglingen. Deutsches Ärzteblatt, 2013.
  4. Feldmeier, H.: Lebenswichtiges Getümmel im Darm. Pharmazeutische Zeitung, 2012, Heft 47.

packt Blähungen zweifach.
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