Dreimonatskoliken, belastend für Baby und Eltern.

Viele Babys leiden in den ersten Lebensmonaten unter heftigen Schreiattacken, Dreimonatskoliken genannt. Diese sind zwar harmlos, können aber für die betroffenen Eltern sehr belastend sein: Der schreiende Säugling lässt sich von ihnen nur schwer beruhigen. Er hat einen geblähten Bauch, zieht die Beine an und krümmt sich. Seine Gesichtsfarbe ändert sich von hochrot nach fahlweiß.1

Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich treten in den ersten Lebensmonaten deshalb gehäuft Blähungen und Bauchschmerzen auf, weil sich die Darmbalance noch nicht eingestellt hat. Darmflora und Verdauungsfunktionen müssen sich noch entwickeln und an die Nahrungsaufnahme gewöhnen.1 Dies gilt auch für die Phasen der Einführung der Bei- oder Familienkost, in denen viele Kinder unter Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden leiden.2

Auch das Verschlucken von Luft beim Schreien oder beim hastigen Trinken kann bei Babys zu schmerzhaften Blähungen führen. Ebenso können im Milchschaum eingeschlossene Gase Blähungen hervorrufen, da diese den Magen-Darm-Trakt nur schwer verlassen können. So treten bei Flaschenkindern Dreimonatskoliken häufiger auf als bei gestillten Säuglingen.3

Eltern können Dreimonatskoliken vorbeugen.

Wesentliche Ursachen von Dreimonatskoliken sind neben Blähungen eine Überreiztheit des Babys.

  • Vermeiden Sie unnötige Hektik.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Baby ausreichend Schlaf bekommt.
  • Nehmen Sie sich genügend Zeit zum Füttern Ihres Kindes und für das Bäuerchen danach.

 

Wer sein Kind mit der Flasche ernährt, sollte diese nach dem Herstellen der Nahrung ein Weilchen ohne Sauger stehen lassen. Dadurch kann sich eingerührte Luft verflüchtigen. Zu viel Luft kann das Baby auch beim hastigen oder falschen Trinken verschlucken – egal, ob es gestillt oder mit der Flasche gefüttert wird.

Die Ernährung der Mutter scheint eine nur geringfügige Rolle zu spielen. Daher sind die Zeiten der Verbote blähender Lebensmittel (wie Kohl oder Hülsenfrüchte) vorbei. Dafür spricht allein die Tatsache, dass Flaschenkinder häufiger unter Dreimonatskoliken leiden als gestillte.4

  1. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Dreimonatskoliken, 2013.
  2. Jochum, F.: Ernährungsmedizin Pädiatrie, 2013: 467–468.
  3. Kerbl, R.: Baby-Trinkflasche und abdominelle Koliken – besteht ein Zusammenhang? Pädiatrie & Pädologie, Heft 4, 2011.
  4. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Bauchschmerzen, 2013.

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